Meine Arbeiten sind Plastiken und Zeichnungen. Nach wie vor arbeite ich mit unterschiedlichen Materialien und Methoden; zur Zeit oft mit Frischhaltefolie – ja, die aus dem Supermarkt. Ich liebe banale Materialien und Themen. Ich benutze sehr dicke Schichten der Folie, bis sie eine spiegelnde, halbdurchlässige Haut bildet. Die Skulptur wird zu einer ambivalenten Erscheinung. Die Präsenz, Massivität wird leicht und immateriell, die Form scheint zu osszilieren, in ihrem schlichten Umriss schwer zu fassen. Auf diese Ambivalenz zielen meine Arbeiten: Präsent und dennoch abwesend, Objekt und doch Figur, alltägliches Material und dennoch ungewohnt, Gerade aber leicht geneigt, banal wie entrückt - das Auge kippt zwischen Gegensätzen. Irritierend, mehrdeutig wie sinnlich unmittelbar, witzig, melancholisch wie aggressiv, komisch wie schwermütig: Es entsteht ein prekärer Moment, ein Bedeutungsraum, der zu erfühlen und zu füllen ist. 2001 Gereon Krebber |