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Gereon Krebber
Wohnort


1997 gewann ich den „Förderpreis der Stadt Gladbeck.“; als Preisgeld gab es DM 2.000. Von diesem Geld bin ich das erste Mal nach London gefahren und habe mir die Stadt, Museen und Kunst angesehen. Zum Beispiel im ICA von den Chapman-Brothers schaurig-perverse Kinderpuppen mit Pimmeln im Gesicht, bizzar ineinander verwachsen und aufgestellt in einem Plastikgarten. Ich war begeistert – und jetzt lebe ich in London.

In London ballt sich der groesste Haufen an Kuenstlern in Europa. Es bebt vor Moeglichkeiten und Angebot - das kickt. Es ist erschlagend teuer, riesig und stressig, aber der richtige Ort für mich. Deshalb bin ich nach London gezogen.

Ich lebe in Brixton, einem Schwarzenviertel im Sueden Von der hippen Kunst/Medien/Wichtigwichtigszene wie im Londoner Osten ist nichts zu spüren; auf dem turbulenten Markt gibt es grellbunte karibische Fische, dicke Mamis schieben sich und ihre Knatschekinder in die roten, überfüllten Busse. Ein Polizeiauto drängelt sich durch den dichten Verkehr, die Sirene jault anders als in Deutschland. Brixton gilt als problematischer Stadtteil, 30 Überfälle täglich, ein Crackzombie taumelt und krakeelt auf der Kreuzung. Aus der Tube, der U-Bahn schieben sich krause Locken, Plastiktüten und Anzüge mit lila Krawatte an den dropouts vorbei, die Fahrkarten illegal verticken. Weiter hinten auf der Strasse salbert ein Strassenprediger was von Jesus, der Plattenladen auf der anderen Strassenseite hat eine Musikbox auf den Bürgersteig gestellt und beschallt den dröhnenden Verkehr mit Dub-Reggae..Knackige schwarze Jungs zeigen wohlgeformte Oberarme und ihre neuen trainers. Brixton ist multimultikulti mit viktorianischem Rathausturm und schönem englischen Brockwellpark.

Bis 2002 studierte ich am Royal College of Art. Vorher habe ich an der Kunstakademie in Düsseldorf bei Prof. Tony Cragg und Prof. Hubert Kiecol studiert.

2001
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