Gereon Krebber

FAQs

Woher nimmst Du Deine Formen?

Woher nimmst Du Deine Formen?

Die meisten meiner Skulpturen sind unweigerlich abstrakt; viele spielen mit figuralen Momenten. Es sind keine Körper, die etwas mimetisch darstellen – sie sind eigenständig. Die kleinen blinden Tierbüsten, die ich vor Jahren modelliert habe, machten mir das schlagartig klar. Ich fand sie zu figürlich und handlich, und als ich diese groß bauen wollte, habe ich kurzerhand nur noch das reduzierte Volumen gebaut und bin bei einer einfachen Tonnenform geendet. Solche vereinfachten Körper habe ich gern über Abweichungen und Knicke animiert. Als ich später mit Wolken und Schüttungen anfing, habe ich meine Plastiken aus den Möglichkeiten des Materials und der räumlichen Auseinandersetzung frei entwickelt. Diese Ausdehnungen sind amorph und fordern Projektionen heraus, eine Figur entsteht nur in der Vorstellung. 
Inzwischen sind es häufig Grenzen, einfache Setzungen und Aggregate in Aktion, die meine plastischen Formen anregen. Im Prozess forme und manipuliere ich sie weiter, damit sie die erwähnte fremdartige Präsenz gewinnen. 
Ich bediene mich ausgiebig im breiten Sortiment, welches die neuere Kunstgeschichte der Skulptur zu bieten hat. Meine Formensprache ist ein Amalgam aus Modernismen und Minimalismen, aus formalen Etüden und persönliche Attitüden. Meine Haltung ist eklektisch. Jedoch versuche ich, diese Dinge konterintuitiv einzusetzen, also der bisherigen Erfahrung gegenläufig – daher meine Materialkapriolen und disparaten Brüche.

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