Gereon Krebber

FAQs

Warum sind manche Deiner Arbeiten ortsbezogen, manche aber nicht?

Warum sind manche Deiner Arbeiten ortsbezogen, manche aber nicht?

Viele Arbeiten baue ich direkt vor Ort – für den Raum, in den Raum hinein. Ich komme mit Sack und Pack in den Ausstellungsraum und lege los, ganz so wie im Atelier auch. Für diese Arbeiten suche ich mir gerne Nischen, Ecken, doppelten Böden, Säulen und Träger. Randständige Plätze, verbaute Situationen und zufällige Momente in der Architektur geben perfekte Ankerpunkte. Einige meiner Arbeiten implantiere ich richtig, gieße sie in den Raum hinein, säge den Fußboden auf oder wickele sie um einen Pfosten. Die Architektur wird Teil und Gegenpart der Arbeit, die fest mit dem umgebenden Raum verwoben ist. Die Präsenz spitzt sich zu, die Sache wird prekär und endet unwiederbringlich im Hier und Jetzt. Das reizt mich daran. 
Ich reagiere auf Situationen und spiele mit örtlichen Vorgaben, inhaltlich wie formal: Gegebenheiten sind Gelegenheiten, aber bitte kein Bezugslarifari. Von allen meinen Arbeiten verlange ich, dass sie selbstständig funktionieren und sich behaupten. Da sieht man wieder: Ich bin ein erklärter Fan von künstlerischer Autonomie. Natürlich weiß ich, dass dies ein schöner Modernismus ist. Aber ein schöner eben, deshalb gibt es ganz viele unabhängige Arbeiten.

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